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Mittwoch, 7. Juli 2010

Angriff auf den Lebensschutz in Deutschland


Angriff auf den Lebensschutz in Deutschland

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, erklärt zum Urteil des BGH zur Präimplantationsdiagnostik (PID):

“Der Bundesgrichtshof hat ein höchst problematisches Urteil gefällt, das sich letztlich als ein Angriff auf den Lebensschutz in Deutschland erweisen wird. Es widerspricht der Intention des Embryonenschutzgesetzes und höhlt den ursprünglich beabsichtigten Schutz menschlichen Lebens von Anfang an aus.

Jetzt sind nämlich einer Selektion Tür und Tor geöffnet. Leider. Das ist wirklich ein schlimmer Tag für die Unantastbarkeit der Würde des Menschen. Denn es geht um bereits entstandene kleine Menschen, die künftig unter bestimmten Umständen keinen Schutz mehr bekommen. Hier schleicht sich die verbrauchende Embryonenforschung durch die Hintertür in den Alltag. Am Ende bleiben nur noch „PID-geprüfte” Kinder übrig, während die „Aussortierten” getötet werden. Der mit Hilfe des BGH nunmehr gefundene vermeintliche Fortschritt ist in Wahrheit ein tödlicher Rückschritt. Auf der Strecke bleibt die Ehrfurcht vor dem Leben.

Eine technisch perfekte Selektion wird auf Kosten des Lebensrechts für eine Unkultur des Todes erreicht. Zudem ist die jetzt mögliche Auswahl zwischen guter und schlechter „Ware” eine schallende Ohrfeige für alle Behinderten, die durch einen obersten Richterspruch regelrecht diskriminiert werden.

Was wir hingegen dringend brauchen, ist nicht weniger, sondern mehr Ehrfurcht. Nicht weniger, sondern mehr Leben. Nicht weniger Unantastbarkeit, sondern mehr Respekt und Schutz. Wir fordern die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag sowie das Bundesverfassungsgericht auf, den Embryonenschutz rasch wiederherzustellen.”



Dienstag, 29. Juni 2010

Tag der Apostel Petrus und Paulus

Die Christenheit aller Konfessionen gedenkt im Laufe des Kirchenjahres der Apostel und Evangelisten, die mit ihrem Glauben und ihrer Lehre zum Fundament der weltweiten Kirche gemacht hat. Unter den Gedenktagen ragt der 29. Juni als der Peter- und Paul-Tag hervor.

Bei dieser Darstellung von Simon Petrus und Paulus von Tarsus auf einer russischen Ikone aus dem späten 19. Jahrhundert bildet die Bibel den beide Apostel verbindenden Mittelpunkt.

Gebet:

Ewiger, barmherziger Gott,
der du den heiligen Aposteln Petrus und Paulus Stärke und Kraft verliehen,
um deines Wortes willen den Tod zu leiden:
Wir bitten dich, stärke uns durch den Heiligen Geist,
dass wir deine Wahrheit bekennen
und von den Gewalten der Hölle und des Todes nicht überwunden werden.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn,
der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.



Dienstag, 1. Juni 2010

Zum Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler


Der Rücktritt von Bundespräsident Host Köhler macht zutiefst betroffen. Mit ihm hatte unser Land einen glaubwürdigen und bekennenden Christen an der Spitze, der Mut zum Glauben machte und für christliche Tugenden stand. Dafür gebührt ihm Achtung und Dank.

Horst Köhler war den Menschen zugewandt, aufrichtig, geradlinig und ließ sich nicht verbiegen. Er hob sich wohltuend von vielen Politikern ab, gerade von jenen, die ihn kritisierten. Der Rücktritt und seine Begründung sind für alle ein Alarmzeichen. Bei aller notwendigen demokratischen Streitkultur müssen wir in unserem Land den Respekt, die Achtung und die Würde von Amt und Amtsträgern wahren. Der Rücktritt von Horst Köhler ist ein großer Verlust.

Ulrich Rüß, P.



Dienstag, 1. Juni 2010

Ökumenische Wurzelbehandlung
Dominus-Verlag präsentierte umfangreiches Handbuch über die Dreifaltigkeit Gottes.



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Augsburg, 30.05.2010.Am Dreifaltigkeitssonntag wurde in Augsburg das ökumenische Gemeinschaftswerk „Das Geheimnis der Dreieinigkeit im Zeugnis der Kirche“ vorgestellt. Das fast 500 Seiten umfassende Buch erschien im Augsburger Dominus-Verlag, gemeinsam mit dem VTR-Verlag Nürnberg. Der Augsburger Verleger Dr. Peter C. Düren stellte in seiner Begrüßungsansprache im Augsburger Kolpinghaus heraus, dass das Geheimnis der Dreifaltigkeit für viele Christen gleich welcher Konfession nicht mehr die Bedeutung habe, die es eigentlich aufgrund der Taufe besitzen müsste. Daher sei eine Rückbesinnung auf die trinitarische Theologie vonnöten. In seinem Grußwort erinnerte der Ökumene-Beauftragte des Bistums Augsburg, Prälat Dr. Bertram Meier, daran, dass es in der Ökumene nicht auf große Events oder akademische Foren ankomme, sondern letztlich nur auf die Ansteuerung des einen Zieles: auf „die sichtbare Einheit der Kirche“. Domkapitular Meier sprach sich mit Berufung auf den damaligen Kardinal Ratzinger gegen eine reine „Verhandlungsökumene“ aus, die nur Menschenwerk sein könne: „Ökumene darf nicht oberflächlich bleiben, sie muss an die Wurzeln gehen.“ Und eine solche „ökumenische Wurzelbehandlung“ sei das nun vorgestellte Buch über die Dreifaltigkeit.
Der Herausgeber des Buches, der evangelische Professor für Missionswissenschaft, Peter Beyerhaus, ging bei der Buchvorstellung auf die unterschiedlichen Ausdeutungen von „Ökumene“ ein. Für ihn, den früheren Dekan der Theologischen Fakultät in Tübingen, hätte die Weltkirchenkonferenz in Uppsala 1968 ein erhellendes Erlebnis dargestellt: hier habe man nicht mehr das ewige „Heil“ des Menschen als Missionsziel betrachtet, sondern nur noch sein zeitliches „Wohl“ im Auge gehabt. Fortan habe sich Beyerhaus, der diesen Paradigmenwechsel nicht hätte nachvollziehen können, der „christologischen Bekenntnisökumene“ gewidmet. Als Präsident der Konferenz Bekennender Gemeinschaften hatte Beyerhaus fortan verschiedene Kongresse veranstaltet, in denen er Christen der verschiedenen Konfessionen zusammenführte, um einem inhaltlich entleerten Glauben eine christologische Bekenntnisökumene entgegenzusetzen. Als Frucht eines solchen Kongresses entstand nun auch das jetzt vorgestellte Dreifaltigkeitsbuch. Ziel des Buches sei es, den Glauben an den dreifaltigen Gott, der zum Grundbestand des christlichen Glaubens über alle Konfessionsgrenzen hinweg gehöre, exegetisch und dogmatisch abzuklären, ihn auch gegen andere Auffassungen apologetisch abgrenzen, um dann aber schließlich zur Anbetung des dreifaltigen Gottes und zu einem trinitarisch geprägten Leben zu führen. Beyerhaus, der zeitgleich mit Joseph Ratzinger Professor in Tübingen war und seit dieser Zeit in engem Kontakt mit dem späteren Präfekten der Glaubenskongregation stand, hatte im Vorjahr die Ehre, im Kreise der Ratzinger-Schüler vor Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo eines der beiden Hauptreferate halten zu dürfen. In diesem Rahmen hatte Beyerhaus dem Papst auch das nun in Augsburg vorgestellte Buch überreicht. Der Papst habe ihn bestärkt, den Weg der christologischen Bekenntnisökumene weiter zu verfolgen.

Peter P. J. Beyerhaus (Hrsg.), Das Geheimnis der Dreieinigkeit im Zeugnis der Kirche. Trinitarisch anbeten - lehren - leben. Ein bekenntnis-ökumenisches Handbuch, Nürnberg/Augsburg 2009. 448 Seiten. Mit einem 16-seitigen farbigen Bildanhang. Gebunden. Sowie mit einer DVD „Die Dreifaltigkeitsikone des Andrej Rubljo. ISBN 978-3-940879-04-2. 19,95 €. Direktbestellung: www.dominus-verlag.de

Auf dem Bild (v.l.n.r): Dr. Peter C. Düren, Prof. Dr. Peter Beyerhaus und Prälat Dr. Bertram Meier bei der Buchpräsentation (Foto: Andreas Düren)


Montag, 17. Mai 2010

ZUM ÖKUMENISCHEN KIRCHENTAG IN MÜNCHEN 2010



Überwältigend und beeindruckend war die Vielfalt kirchlicher Aktivität, dennoch kam das Thema „Hoffnung“ zu kurz. Dabei braucht gerade unsere Zeit jene Dimension von Hoffnung, die sich nicht nur, wie auf dem ÖKT geschehen, in erster Linie innerweltlich versteht und an menschlichen Aktivitäten und moralisch-politischen Appellen festmacht, sondern an Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, der Hoffnung über den Tod hinaus. Er ist letztlich die einzige Hoffnung im Leben und im Sterben, in Sünde und Schuld, die Erlösung vom Tod zum ewigen Leben. Siehe auch das Hohelied der Hoffnung, Römer 5, 1-5! Diese Kernaussage christlicher Hoffnung in Christus kam viel zu kurz. Aber genau hier liegt doch der Sinn und Auftrag von Kirche und Ökumene im Spannungsfeld von Islam, Atheismus, Materialismus und Säkularismus. Vom freudigen Christusbekenntnis kam zu wenig rüber, mehr von Missbrauchsfällen und einer viel bejubelten Margot Käßmann, die sich medial selbst inszenierte und selbstmitleidig mit ethisch-theologisch umstrittenen Positionen („Gehet in alle Welt, um sie zu verbessern.“) zelebrierte. Rüber kamen auch einzelne Bischöfe, die zeitgeistgemäß den Missionsauftrag Jesu gegenüber Moslems in Frage stellten und den Wahrheitsanspruch Christi relativierten. Damit haben weder Ökumene noch Kirche eine Zukunftschance. So gesehen hat der ÖKT eine wichtige Chance zu einem gemeinsamen Christuszeugnis der Hoffnung vertan. Wir brauchen mehr christuszentrierte Kirche. Nur dann hat die Ökumene eine größere Chance und nur dann machen ökumenische Kirchentage Sinn.

Ulrich Rüß, Pastor

Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland

und Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften



Samstag, 8. Mai 2010

"Peter Beyerhaus würdigt das fünfjährige Pontifikat von Benedikt XVI.



Am 19. April 2010 jährte sich zum fünften Mal die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum Nachfolger von Papst Johannes Paul II.Die linksliberale Presse nahm dies zum Anlass, ihre seit einigen Monaten geführte Kampagne gegen Benedikt XVI. zu verschärfen. So wurde sein Pontifikat als eine einzige Geschichte des Scheiterns diffamiert und diese Verurteilung an Beispielen wie seinem Umgang mit dem jüdischen Volk, dem Islam und besonders seine angebliche „Verhüllungs-Strategie“ im Blick auf die sexuellen Missbräuche von Priestern in katholischen Erziehungsinstitutionen zu veranschaulichen gesucht. Dass sich hinter diesen persönlichen Anschuldigungen ein gezielter Angriff auf die Kirche, ja gegen den christlichen Glauben überhaupt verbarg, der sich auch gegen evangelische Christen richtet, wurde schnell offensichtlich.
Der Ehrenpräsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Professor Dr. Peter Beyerhaus, sah sich dadurch veranlasst, seinen einstigen Tübinger Kollegen Ratzinger in einem ausführlichen Beitrag zu würdigen als den theologisch hervorragendsten Papst der letzten 100 Jahre und dessen Verbundenheit mit den evangelischen Bekennenden Gemeinschaften im gemeinsamen Glaubenskampf herauszustellen.

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Mittwoch, 14. April 2010

Gemeinsamer evangelischer und katholischer Protest gegen Ökumenisches Kirchentagsprogramm

Ökumenischer Kirchentag – eine vertane Chance!
Offener Brief an die Leitung des Ökumenischen Kirchentages


Mit großer Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass das offizielle Programm des Ökumenischen Kirchentages vom 12. bis 16. Mai 2010 in München 28 Veranstaltungen von „Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern“ enthält.

Diese Veranstaltungen beschäftigen sich mit Menschen, die sich auf ihre sexuellen Probleme konzentrieren und oft in schriller Weise Gottes Wort und die Lehre der Kirche mißachten. Dabei bringen ihre lautstarken, aggressiven Wortführer nicht einmal die eigenen Reihen hinter sich.

Homosexuelle beiderlei Geschlechtes und auch Bisexuelle können sich wie alle Teilnehmer in den Foren und Diskussionsgruppen einbringen, ohne diskriminiert zu werden. Ihre Privilegierung durch eine große Zahl eigener Veranstaltungen ist jedoch ungerechtfertigt. Ja, sie bedeutet in dieser Massierung besonders für junge Menschen auf ihrer Suche nach Sinn und innerem Halt eine Fehlorientierung.

In unserer für die Kirchen so schweren Zeit tritt der der Mangel an geistlichem Leben und an biblischer Orientierung bei vielen Amtsträgern und Gläubigen täglich dramatisch zutage. In dieser Situation sollte der Ökumenische Kirchentag statt Irrwege zu empfehlen entschieden zu den geistlichen Quellen aus Hl. Schrift und Tradition zurückkehren und zu einem mächtigen missionarischen Bekenntnis kommen, das der Welt von Jesus Christus Zeugnis gibt.

Wir protestieren deswegen gegen ein Programm,

das Formen von schöpfungswidriger Sexualität privilegiert und das auch aus Kirchensteuern, d. h. mit dem Geld aller Gläubigen, finanziert. Wir protestieren gegen eine solche Vereinnahmung!

Ein Ökumenischer Kirchentag mit einem derartig fragwürdigen Programm ist, obwohl er von den Bischöfen beider Konfessionen unterstützt wird, kein Zeichen eines gemeinsamen Zeugnisses in der Welt. Er verliert statt dessen seinen missionarischen Charakter. Auf dem Wege zu einer sichtbaren Einheit der Christen ist dieser Kirchentag kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt, den wir nur bedauern können.


Professor Dr. Hubert Gindert
Forum Deutscher Katholiken

Prof. Dr. Peter Beyerhaus DD und Pastor Ulrich Rüß
Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften

Kaufering und Hamburg, 12. April 2010


Sanstag, 10. April 2010

"OSTERFREUDE


Bild: „Er lebt!“ Mit der Freudenbotschaft unterwegs vom leeren Grab zu den Jüngern Jesu. Detail einer Illustration von Rien Poortvliet zu Matthäus 28,8 u. Par.

Es gibt im Leben eines Christen keine umfassendere Freude als die Osterfreude. Warum? Weil mit der Auferstehung Jesu unserem Leben eine ewige, eine himmlische Perspektive gegeben ist. Wir leben letztlich nicht auf Tod und Grab zu, sondern auf das Leben in der Vollendung und der Gemeinschaft mit Gott. Damit definiert sich unser Leben nicht aus uns selbst, unsern Erfolgen und Biographien. Es definiert sich von Christus, seiner Auferstehung und seinem Erlösungswerk am Kreuz. Unsere Osterfreude hat ihren Grund in Gottes hingebender Liebe. Im Glauben an den Auferstandenen sind wir so sehr mit Gottes lebenspendender Liebe verbunden, dass uns nicht einmal der Tod von IHM reißen kann.

Wenn unsere Liebe Tote auferwecken und zum ewigen Leben führen könnte… aber unsere Liebe vermag es nicht. Unsere Liebe geht bestenfalls bis zum Tod, aber niemals darüber hinaus. Gottes Liebe, die Liebe Christi zu uns überwindet unseren Tod und vollendet unsere Liebe. Ostern ist der Beleg dafür. Die Osterfreude ist daher himmlische Lebens- und Liebesfreude.

Wie kommen wir zu dieser Osterfreude? Nur, wo ER das Sehen gibt, wird ER gesehen. Nur wo ER die Augen auftut und sich unser Herz auftun lässt, können wir mitten in unserer Todeswelt SEINE Wirklichkeit der todesüberwindenden Liebe erkennen: den Auferstandenen, die zukünftige Welt. Es ist auch für die Evangelien schwierig, die Begegnungen mit dem Auferstandenen zu beschreiben. Die Berichte scheinen sich teilweise zu widersprechen, in Wirklichkeit sind sie überraschend einheitlich in ihren Aussagen in der Gleichzeitigkeit von Berühren und Nichtberühren, Erkennen und Nichterkennen, von völliger Identität zwischen Gekreuzigtem und Auferstandenem und völliger Verwandlung. Man erkennt IHN und erkennt IHN doch wieder nicht, man berührt ihn, und er ist doch der Unberührbare, ER ist derselbe und doch ganz anders. Durch die Schriftauslegung (siehe Emmausjünger!) macht er die Herzen „brennend“, und im Heiligem Abendmahl öffnet ER die Augen. So begegnen wir dem Auferstandenen im Wort und Sakrament, den Grundelementen des Gottesdienstes. Hier ist ER in besonderer Weise gegenwärtig. Letztlich bleibt die Begegnung mit dem Auferstandenen immer ein Geheimnis. Im Gottesdienst will unsere Osterfreude immer wieder neu geweckt und gestärkt werden, so dass wir lobpreisend bekennen: DEINE Liebe hat unsern Tod überwunden. Halleluja!

Ulrich Rüß


Sonntag, 21. Februar 2010

"Vor dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München:
Ökumenischer Klimawandel



In einem Beitrag für die Studentenzeitschrift ACADEMIA analysiert Professor Dr, Peter Beyerhaus DD., (bis 1997 Direktor des Institutes für Missionswissenschaft und Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen) die gegenwärtige interkonfessionelle Situation in Deutschland. Er unterscheidet darin zwischen sieben verschiedenen Ebenen und Formen von Ökumenismus und stellt dabei einen Gegensatz zwischen der Basis und der kirchenamtlichen Ebene fest. Im Unterschied zu dem friedlichen Neben- und Miteinander von katholischen und evangelischen Christen auf der Gemeindebasis sowie den rhetorischen Versicherungen gegenseitiger Verbundenheit von kirchlichen Würdenträgern bei feierlichen Anlässen habe sich das reale Verhältnis der Konfessionen zueinander eher entfremdet. Beyerhaus führt das vor allem auf die Preisgabe des bisherigen Konsensus der Kirchen in ethischen Grundfragen zurück, aber auch auf unbedachte Äußerungen der neuen EKD-Ratsvorsitzenden Dr. Margot Käßmann.

Der Aufsatz von Peter Beyerhaus findet sich unter der Rubrik Dokumentation in dieser Website.

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Montag, 8. Februar 2010

"Christi Wiederkunft - unsere gemeinsame Hoffnung"


Bild: Christus als Weltenrichter, dargestellt von Fra Angelico, einem Maler der italienischen Frührenaissance.

Unter diesem Titel ist jetzt unsere Orientierungshilfe zur Eschatologie erschienen. Bisher gab es über die brennenden Fragen zur Endzeit und zu den "Letzten Dingen" ein von dser IKBG herausgegebenes 8seitiges Faltblatt. Dies nun ist ein 40seitiges Dokument, also eine ausführlichere Fassung, die auch zum genauen Studium heruntergeladen werden kann.

Ihrem Entstehen ging ein über viermonatiger Bearbeitungsprozess an einem Entwurf voraus, den der bisherige Präsident der IKBG, jetzt Ehrenpräsident, Prof. Dr. Peter Beyerhaus DD, bereits den Teilnehmern des IX. Europäischen Bekenntniskongresses in Bad Gandersheim im Oktober 2009 zur Beratung vorgelegt hatte. Am weiteren Werden des Wortes beteiligten sich eine ganze Reihe von Theologen aus verschiedenen Ländern und Konfessionen.

Nach der Rothenburger Denkschrift "Unser Trintarischer Glaube" (2008) dürfte die "Eschatologische Orientierungshilfe" das theologisch gewichtigste Dokument sein, das in der 30jährigen Geschichte der IKBG veröffentlicht worden ist. Sie sei allen Interessierten wärmstens anempfohlen.

Download der Eschatologische_Orientierungshilfe_der_IKBG 2010 (pdf - 425 KB)




Mittwoch, 9. Dezember 2009

Stellungnahme der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften zum Schweizer Volksentscheid



Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) hat das Ergebnis des Schweizer Volksentscheides am 29. November hinsichtlich des Baues von Minaretten mit Verständnis und Zustimmung aufgenommen.

Die IKBG versteht das Nein zum Bau von Minaretten nicht als Zeichen religiöser Intoleranz, als das es vielfach von Politikern, Kirchenleuten und Journalisten diffamiert wurde, sondern als ein Nein zum politischen Machtanspruch des Islam und zur Überfremdung der christlich-abendländischen Kultur.

Solche Besorgnis des überwiegenden Teils der Schweizer Bevölkerung ist nachvollziehbar und ernst zu nehmen. Wer sie als Zeichen von „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Beschneidung der Religionsfreiheit“ darstellt, geht von einem trügerischen Idealbild des Islam aus, wie es uns durch liberale Vertreter des Islam in den Medien vorgestellt wird. Dies zeugt jedoch von Unkenntnis des theokratischen Wesens des Islam mit seiner Vorstellung vom Gottesstaat. Glaube, Politik und Staat sind für den Islam letztlich nicht voneinander zu trennen, sondern aufs engste miteinander verbunden. Für den Islam bleibt das Ziel die Islamisierung der ganzen Welt mit der damit bestimmenden Rechtsprechung durch die Scharia gemäß dem Koran.

Diesem Ziel dient auch der vielfach von vermögenden Ölscheichs finanzierte Bau prächtiger und zum Teil überdimensionierter Moscheen, die mit ihren Minaretten möglichst alle Kirchtürme überragen sollen. Moscheen sind nicht nur Gebetsräume; in ihnen wird oft auch politisch agitiert. Von den Minaretten wird fünfmal am Tag öffentlich der Absolutheitsanspruch des islamischen Gottes Allah und seines Propheten Mohammed ausgerufen. Hohe Minarette sollen nach Prof. Mustafa Isen (Ankara) anderen Religionen „die eigene (islamische) Größe zeigen“. Nach dem türkischen Dichter Ziya Gökalp sind „Moscheen unsere Kasernen, ihre Kuppeln die Helme, die Minarette unsere Bajonette.“ Dem stimmt der türkische Premierminister Erdogan zu.

Es ist völlig abwegig, den Schweizern zu unterstellen, sie wollten die muslimischen Einwanderer an der Ausübung ihrer Religion behindern; das geschieht nirgendwo in ihrem Land und ihren Nachbarländern.

Im Gegensatz dazu erfahren christliche Minderheiten in den meisten islamischen Ländern keine Toleranz. Sie werden dort oft nicht nur behindert, benachteiligt und ausgegrenzt, sondern bisweilen sogar gewalttätig verfolgt. Der Bau selbst kleiner Kirchengebäude – ohne Turm! – und sogar die Einrichtung von Andachtsräumen werden ihnen untersagt.

Der massive Protest gegen das Schweizer Minarettverbot wäre glaubwürdiger, wenn er mit einem ebenso leidenschaftlichen Eintreten für die Religionsfreiheit der Christen gerade auch in islamischen Ländern verbunden wäre.

Wir bitten die Regierungen in Europa und alle Verantwortungsträger in Politik und Kirche, unerschrocken und nachhaltig immer wieder für die Religionsfreiheit der benachteiligten, verfolgten und gefährdeten Christen einzutreten.

Prof. Dr. Peter Beyerhaus D.D. · Ehrenpräsident
Pastor Ulrich Rüß · Präsident
Andreas Späth · Vizepräsident


Dienstag, 1. Dezember 2009

Salem-Botschaft jetzt als Faltblatt erhältlich



Auf dem IX. Bekenntnis-Kongress, der vom 8. bis 11. Oktober 2009 in Bad Gandersheim tagte, verabschiedeten Teilnehmer aus mehreren Ländern und Konfessionen einstimmig eine Abschlusserklärung, die den Namen trägt:

„Salem-Botschaft – Christus gemeinsam erwarten“.

Diese Botschaft ist nach gründlicher Überarbeitung rechtzeitig zu Beginn der Adventszeit als 8seitiges Faltblatt erschienen und kann auf Spendenbasis bezogen werden vom

Institut Diakrisis
Schulstr. 1
D-72810 Gomaringen
Fax 07072-92 03 44
E-Mail: Institut-Diakrisis@t-online.de


Mittwoch, 18. November 2009

Russische Kirche kappt Beziehung zur EKD – Zustimmung der IKBG

Moskau 12. November 2009 (kath.net)
Die russisch-orthodoxe Kirche wird die Beziehungen zur EKD abbrechen, weil in Margot Käßmann eine geschiedene Frau an deren Spitze steht. Dies meldete am 12. Dezember 2009 die evangelische Nachrichtenagentur epd. Demnach soll Erzbischof Hilarion Alfejew nach Angaben der russischen Tageszeitung "Kommersant" angekündigt haben, dass die für Ende November angesetzten Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum des Dialogs zwischen Orthodoxer Kirche und den deutschen Protestanten das Ende der Gespräche seien. Der offensichtliche Grund ist die Tatsache, dass mit Käßmann eine geschiedene Frau an der Spitze steht. Epd zitiert auch den Pressechef im Moskauer Außenamt, Georgi Sawerschinski, der erklärt, dass der Dialog zwischen der orthodoxen Kirche und der EKD, so wie es ihn seit 50 Jahren gegeben hat, nach der Wahl einer geschiedenen Frau zur Kirchenführerin nicht mehr möglich sei, da dies den "evangelischen Prinzipien" widerspreche. Aus diesem Grund könne es keine Kirchenbeziehungen geben. "Höchstwahrscheinlich werden neue Kommunikationsformen gefunden", so der Geistliche. In letzter Instanz müsse dies aber Patriarch Kyrill I. entscheiden. Unterstützung für diesen Bruch gibt es auch bei evangelischen Christen in Russland. Deren Chefsekretär der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands, der Priester Alexander Priluzki, nannte die Wahl Käßmanns ein "Krisenzeichen in der westlichen Gesellschaft".

Hamburg, 14. November 2009 (DIAKRISIS)

Die Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland sieht sich in der Entscheidung der Russisch-Orthodoxen Kirche, die Kontakte zur EKD wegen der Wahl von Frau Käßmann abzubrechen, in ihren theologischen Bedenken und Befürchtungen zu dieser Wahl bestätigt. Die Wahl war unter ökumenischen und biblisch-theologischen Kriterien offenkundig nicht gut und wenig sensibel. Der Wille zur Einheit der Kirche sollte jedes kirchliche Gremium vor die Frage stellen: Dient der in Aussicht stehende Beschluss der Einheit der Kirche oder schadet er ihr? Auch die lutherischen Christen in Russland und viele darüber hinaus, weltweit, sehen die Wahl von Frau Käßmann kritisch. Nicht nur die russisch-orthodoxe Kirche sieht in ihrer Wahl einen weiteren Sieg der liberalen, feministisch-ideologischen Strömung in der Ev. Kirche. Die schadet nicht nur der Ökumene, sondern auch der Einheit der Ev. Kirche. Die Einheit der Kirche wächst mit der Treue zur Bibel und zum Bekenntnis, mit der ideologiefreien Zentrierung auf Christus und im Bezeugen des Dreieinigen Gottes.

Pastor Ulrich Rüß

Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften

Dienstag, 03. November 2009

Bedenken gegen Wahl der EKD-Vorsitzenden Käßmann

Zum ersten Mal steht an der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Frau: die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann (51). Unter manchen evangelikalen Christen ist es ein Problem, dass sie geschieden ist, während andere diese Wahl begrüßen.

In einer idea-Gegenüberstellung von Pro und Contra erklärt Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen sowie der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) welche schweren Bedenken er gegen die Wahl hat. Seine Haltung wird von der Leitung der IKBG geteilt:

Theologische Bedenken nicht ignorieren
Die neue Ratsvorsitzende kann sich ohne Frage gut verkaufen: Sie wirkt frisch, offen, fromm und zupackend, mediengerecht wie gewinnend. Kurzum: Sie kommt gut an. Gratulation und Applaus kamen von allen Seiten, von liberal bis evangelikal. Theologische Anfragen gegenüber ihrer Wahl werden dagegen nicht mehr geäußert, auch nicht von den meisten Konservativen und Evangelikalen. Dabei gibt es durchaus ernstzunehmende Bedenken. 1. Frau Käßmann hat als Bischöfin die apostolische Überzeugung in einer verbreiteten Tageszeitung öffentlich infrage gestellt, dass Jesus Christus von einer Jungfrau geboren wurde. 2. Mit ihrer Wahl zur Repräsentantin des landeskirchlichen Protestantismus wurden auch die wichtigen biblischen und ökumenischen Bedenken gegenüber dem Hirtenamt der Frau ignoriert oder für unmaßgeblich erklärt. Das ist theologisch bedenklich und ökumenisch unsensibel gegenüber der katholischen wie den orthodoxen Kirchen, die einer Frauenordination widersprechen. Noch bis 1973 amtierte als Ratsvorsitzender der EKD der bayerische Landesbischof Hermann Dietzfelbinger, der die Ordination von Frauen zum Pastorenamt ablehnte. Bei der ersten Ratsvorsitzenden – Käßmann – können dagegen seit ihrem Amtsantritt als hannoversche Landesbischöfin 1999 Theologen nicht Pastoren werden, wenn sie aus biblisch-theologischen Gründen gegen die Frauenordination sind. Dabei gibt es weltweit viele lutherische Kirchen, die aus Bibel- und Bekenntnisgründen keine Frauenordination kennen. Selbst von den 138 Mitgliedskirchen des liberalen Lutherischen Weltbundes lehnen 30% die Berufung von Pastorinnen ab. 3. Die Scheidung von Margot Käßmann vor zwei Jahren spielte bei der jetzigen Wahl – wie es in den Medien heißt – keine Rolle. Wer will auch schon anklagen? Dennoch bleibt die Frage: Wie geht die Evangelische Kirche mit dem im Neuen Testament klar formulierten Scheidungsverbot um, und wie steht es um die Vorbildfunktion? Ihre Wahl setzt angesichts der auch in Kirchen massenhaft kriselnden und zerbrechenden Ehen jedenfalls ein zutiefst problematisches Zeichen. Auch sollte zu denken geben, was der katholische deutsche Kurienkardinal Paul Cordes kürzlich in Radio Vatikan sagte, dass nämlich unter den fünf Bischöfinnen in Deutschland vier geschieden seien. Fragt man sich in der EKD, wieso das gerade in Spitzenpositionen so viele sind? 4. Frau Käßmann ist eine engagierte und teilweise sogar unduldsame Befürworterin der bedenklichen feministischen Theologie, die der biblisch-reformatorischen Theologie widerspricht. Auch fördert sie die „Bibel in gerechter Sprache“, die von Theologen und Bischöfen als Verfälschung kritisiert und sogar vom Rat der EKD abgelehnt wurde, dem sie jetzt vorsteht. 5. Frau Käßmann vertritt die Gender-Mainstreaming-Ideologie (Irrlehre), die die Unterschiede von Mann und Frau leugnet und der biblischen Schöpfungstheologie widerspricht. 6. Auch in manchen anderen ethischen Fragen lässt Frau Käßmann biblische Klarheit vermissen. So wird sie die ethisch untragbare Praxis der EKD-Beratungsstellen für Schwangere fortführen, Scheine auszustellen, die eine straflose Tötung des ungeborenen Kindes ermöglichen. Sie hat unmittelbar nach ihrer Wahl die Unverfügbarkeit menschlichen Lebens dadurch relativiert, dass die evangelische Kirche zum „Wunsch nach einem selbstbestimmten Tod nicht durchweg und kategorisch nein sagen“ könne. 7. In ihrer hannoverschen Landeskirche dürfen auch Schwule oder Lesben mit ihrem Partner im Pfarrhaus wohnen. Das ist eine biblisch unhaltbare Praxis! Diese theologischen Bedenken fordern, wachsam und kritisch zu sein gegenüber einer beliebten Bischöfin und Ratsvorsitzenden.


Donnerstag, 29. Oktober 2009

Peter Beyerhaus ermahnt Kirchen Christi Wiederkunft zu bezeugen

In seinem Bericht zur kirchlichen Lage beklagte der Ehrenpräsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Prof. Dr. Peter Beyerhaus, auf dem IX. Europäischen Bekenntnis-Kongress in Bad Gandersheim (8. – 11. Oktober d. J.,) dass die biblische Endzeitbotschaft weitgehend aus der kirchlichen Verkündigung verschwunden sei. Wörtlich erklärte er:

„Auf der einen Seite scheinen die gegenwärtigen Geschehnisse diese biblisch-prophetische Sicht in vielfacher Hinsicht zu bestätigen; auf der anderen Seite jedoch wird gerade in der kirchlichen Verkündigung die eschatologische Realerwartung sowohl in ihrem freudigen als auch ihrem warnenden Charakter so gut wie ausgeblendet. Das gilt für beide Konfessionen, die katholische wie die evangelische. Nur selten hören wir eine Predigt, welche die Gemeinde dazu ermutigt, sich von Herzen auf die Wiederkunft ihres Herrn und ihre ewige Vereinigung mit ihm zu freuen. Wie ganz anders war doch die geistliche Grundstimmung der Urgemeinde, die angesichts des baldigen Erscheinens ihres himmlischen Hauptes ihre Gottesdienste mit Frohlocken feierte und sie jedesmal mit dem sehnsüchtigen Gebetsruf beschloß. Maranatha = Komm Herr Jesus! Umgekehrt vermißt man in heutigen Gottesdiensten auch den mit der Adventsbotschaft verbundenen Gerichtsernst. „Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt.“ Weil Gott einseitig immer nur als der unendlich gütige Vater dargestellt wird, kommt seine Heiligkeit kaum mehr ins Gesichtsfeld. Nur selten wird in Ankündigung des kommenden Weltgerichts zur Buße gerufen. Fürchtet man doch den populären Vorwurf, aus der Frohbotschaft eine Drohbotschaft zu machen.
Auch mit dem Erscheinen des Jesu Wiederkunft vorausgehenden Antichristen wird nicht gerechnet, weil viele Prediger ihn für einen Mythos halten. Ja, in den liturgischen Lesungen an den letzten Sonntagen des Kirchenjahres ist im katholischen Lektionar das dort früher stehende zweite Kapitels des 2. Thessalonicherbriefes, das vor dem Menschen der Gesetzes-feindschaft und dem von ihm verursachten großen Abfall warnt, einfach gestrichen worden! Die Lehre von den Letzten Dingen ist weitgehend einer optimistischen Weltveränderungs-Ideologie in christlich-humanistischem Gewande gewichen. Gewiss hat die Wiederentdeckung ihrer sozial-politischen Mitverantwortung durch die Kirchen seit den sechziger Jahren ihr gutes biblisches Recht. Ebenfalls verdienen die von christlichen Werken und einzelnen Christen geleisteten Einsätze für die Armen und Entrechteten volle Anerkennung. Wenn aber darüber die Kirchen ihre Aufgabe vernachlässigen, ihren Gliedern die biblische Zukunftsschau deutlich vor Augen zu stellen, dann versagen sie in ihrem Hirtenamt, ja sie machen sich an der sich ausbreitenden geistlichen Sorglosigkeit und Gleichgültigkeit sogar mitschuldig. „


Donnerstag, 29. Oktober 2009

III. Ökumenischen = IX. Europäischen Bekenntnis-Kongress
8. – 11. Oktober 2009
im Tagungszentrum Salem in Bad Gandersheim/Harz

unter dem Thema:

„Die eine Kirche Christi
in Erwartung Seiner Wiederkunft“


An die hundert Teilnehmer waren es, die sich zum jüngsten Kongress in der Reihe der 2004 begonnenen bekenntnis-ökumenischen Kongresse der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften einfanden. Kongressort war diesmal das mittelalterliche Städtchen Bad Gandersheim – bekannt durch die erste deutsche Schriftstellerin mit Namen Roswitha (935-75) – mit dem Tagungszentrum des Diakonissenmutterhauses Salem-Lichtenrade.



Außer der erfreulichen Tatsache, dass das Kongressgeschehen trotz des anspruchsvollen und auch schwierigen Themas ein harmonisches, allseitzs dankbar machendes war, kam, angefangen bei den Referenten und Predigern, auch die internationale und interkonfessionelle Bandbreite zu ihrem gewünschten Ausdruck. Besonders sichtbar wurde das bei der Kirchenzugehörigkeit der anwesenden Bischöfe: der beiden Lutheraner Bischof Prof. Ulrich Wilckens aus Lübeck und Erzbischof Janis Vanags aus Riga, des anglikanischen Bischofs John Broadhurst aus London, des katholischen Weihbischofs Dr. Andreas Laun aus Salzburg und den beiden altorientalischen Bischöfen Hannah Aydin von der Syrisch-Orthodoxen und Anba Damian von der koptisch-orthodoxen Kirche. Alle fünf Kirchenfürsten wirkten engagiert mit, was auf eine künftige bekenntnis-ökumenischen Zusammenarbeit in einem sich ausweitenden Netzwerk hoffen lässt. Das gilt auch für den gesundheitlich verhinderten Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, der durch Prof. Christoph Ohly aus München eine sehr gehaltvolle Grußbotschaft überbringen ließ.

Inhaltlich war das Kongress-Programm durch fünf Hauptelemente bestimmt:

Erstens die Gottesdienste, die teils in den beiden Hauskapellen, teils in der historischen Stiftskirche gefeiert wurden. Zwei davon waren Sakramentsfeiern: der evangelische Eröffnungsgottesdienst in der Stadtkirche, in dem Erzbischof Vanags in biblischer Vollmacht predigte, und die katholische Eucharistiefeier in der kleinen Hauskapelle. Den geistlichen Abschluss bildete der Ökumenische Wortgottesdienst in der Wichernkapelle des Hauses, die ummöbliert auch der Tagungsraum war. Prediger bei diesen beiden Gottesdiensten war Weihbischof Laun. Mitgewirkt hat auch die Bekenntnisbruderschaft St. Peter und Paul.

Zweitens trug unser Kongress in Bad Gandersheim Jubiläums-Charakter: Die Teiklnehmerschaft gedachte der Gründung des Theologischen Konvents Bekennender Gemeinschaften vor 40 Jahren in Frankfurt/M., der feierlichen Verlesung der Berliner Ökumene-Erklärung „Freiheit und Gemeinschaft in Christus“ beim ersten Europäischen Bekenntnis-Kongress in der Berliner Philharmonie vor 35 Jahren; der Gründung des International Christian Network vor gut 30 Jahren in der Westminster Chapel in London sowie des baldigen Abschlusses des 30. Jahrganges der Zeitschrift DIAKRISIS.
All diese kirchengeschichtlichen Ereignisse wurden in Bild und Ton, oft auch im Originalton der damals redenden Gründerväter auf einer aus den Quellen schöpfenden DVD vorgeführt, geschaffen durch den Theologen und Tontechniker Peter Heinrich unter Zuarbeit von Dorothea Killus, Theologische Mitarbeiterin beim Institut Diakrisis.


Bild: Histor. Aufnahme beim 3. Europäischen.Bekenntniskonvent 1979 in Ffm. (v. r. n. l.): Prof. Dr. W. Künneth, Bischof J. Heubach,Prof. Dr. P. Beyerhaus.

Drittens wurde gründlich an dem theologischen Doppelthema „Die eine Kirche Christi in der Erwartung Seiner Wiederkunft“ gearbeitet. Dabei ging es also um die wesenhafte Einheit der Kirche und um die eschatologische Zukunftserwartung der Christen. Beides wurde durch wissenschaftliche Bibelarbeiten und Vorträge wie auch durch die Gruppenarbeit in 6 Gesprächskreisen entfaltet, die zugleich auch die aktuellen Herausforderungen durch theologische, religiöse und ideologische Bewegungen – polemischer Atheismus, Christenverfolger, Genderideologie, Islam, Judentum anvisieren mussten. Das zweifache literarisch fassbare Konferenzergebnis sind eine ausführliche theologischen Orientierungshilfe sowie eine kürzere „Salem-Botschaft“, die hier schon abrufbar ist; die Langfassung kommt etwas später heraus.

Download der Salem-Botschaft (pdf - 48 KB)

Das vierte Element war das bei einem solch intensiven Arbeitskongress nicht unerhebliche Rahmenprogramm: die Stadtbesichtigung und der Gesellige Abend. Dieser wurde von Ehepaar Dierstein gefüllt durch seine sehr anschauliche audio-visuelle Darstellung des Lebens und Werkes des jüdisch-christlichen Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy. Vertraute Klänge aus Mendelssohns geistlichen Oratorien Paulus und Elias sowie dem Lobgesang erhoben die Gemüter der Anwesenden zum innerlichen Mitsingen. Auch die stürmische Schottische Symphonie und das ätherische Violinkonzert e-moll tönten an, und natürlich erscholl auch der populäre Hochzeitsmarsch, bildlich untermalt mit einer Trauungsprozession. Wie schön, dass Mendelssohns Kompositionen im gegenwärtigen Gedenkjahr seines 200. Geburtstag nun an vielen Orten in Konzertsälen und Kirchen zur Aufführung kommen!

Fünftens stand der Kongress im Zeichen des Stabwechsels in der Leitung der IKBG. Im Mai d. J. war die letzte Amtsperiode der beiden langjährigen Vorsitzenden, der Professorenkollegen Peter Beyerhaus (seit 1978) und Horst W. Beck (seit 1998) ausgelaufen gewesen. Neuer ICN-Vorsitzender – jetzt „Präsident“ genannt – wurde nun der Vorsitzende der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Nordelbien wie auch der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den Evangelischen Kirchen Deutschlands, Pastor Ulrich Rüß, Hamburg. Vizepräsident wurde sein Kollege bei der Bayerischen Sammlung, der Religionspädagoge und Prädikant Andreas Späth, Windsbach.


Bild: Pastor Ulrich Rüß


Bild: Andreas Späth

Dabei vollzog sich der „Stabwechsel“ in zwei Teilen am vorletzten Abend. Der erste Teil diente einer würdigen Verabschiedung des bisherigen ICN-Vorsitzenden und seines Stellvertreters. Der zweite Teil war der feierlichen Einsetzung der Nachfolger in Form einer Einsegnung mit Handauflegung durch Bischof Wilckens gewidmet.
Neu im Amt sind von nun an auch Drs. Dorothea Killus als verantwortlich für die Schriftleitung der Zeitschrift DIAKRISIS sowie Dekan i. R. Martin Holland als Administrator des Instituts Diakrisis.

Zahlreiche Echos sind inzwischen auf den Kongress gefolgt. Wir nennen hier nur eines, das aber stellvertretend für viele weitere stehen mag: „Der Kongress war – bei allem, was nicht so gelungen war – ein absoluter Höhepunkt für alle Beteiligten: In speziell ökumenischer Hinsicht war es wohl der beste aller Kongresse von ICN, die ich seit 1989 erlebt habe.“


Donnerstag, 29. Oktober 2009

Führungswechsel bei Internationaler Konferenz Bekennender Gemeinschaften

Ulrich Rüß wird Präsident und Andreas Späth Stellvertreter bei der IBKG

CHRISTLICHES INFORMATIONSFORUM, 17. 10. 2009)

(MEDRUM) Seit über 30 Jahren stand Peter Beyerhaus aus Gomaringen bei Tübingen an der Spitze der Internationalen Konferenz Bekennende Gemeinschaften (IBKG). Mit seinem Ausscheiden hat jetzt Pastor Ulrich Rüß aus Hamburg das Präsidentenamt übernommen.

Der Theologe und Missionswissenschaftler Professor Peter Beyerhaus (Bild links) hatte 1978 mit der Gründung der IBKG das Amt des Präsidenten der IBK. Beyerhaus feierte am 1. Februar dieses Jahres seinen 80. Geburtstag und wurde mit seinem jetzigen Abschied als Präsident zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zu den zahlreichen Publikationen von Beyerhaus, der auch Leiter des Instituts Diakrisis ist, gehörte zuletzt das Buch "Weltweite Gemeinschaft im Leiden für Christus", das Beyerhaus als Berichtsband über den 8. Europäischen Bekenntnis-Kongress in Bad Blankenburg 2006 verfasst hatte. Als Nachfolger von Beyerhaus übernahm Pastor Ulrich Rüß, Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands und der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordelbischen Kirche das Präsidentenamt.

Gleichzeitig mit Beyerhaus schied auch sein Stellvertreter, der Ingenieurwissenschaftler und Theologe Horst W. Beck, als stellvertretender Präsident aus. Dieses Amt lag 11 Jahre in seinen Händen. Seine Nachfolge hat der Religionslehrer Andreas Späth (Windsbach/Mittelfranken), Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der bayerischen Kirche, angetreten.

Rüß und Späth wurden auf dem Dritten Ökumenischen Bekenntniskongress in Bad Gandersheim in ihre Ämter eingeführt. Idea berichtete darüber: "Die Einsegnung nahmen Beyerhaus, der nordelbische Altbischof Prof. Ulrich Wilckens (Lübeck) und Pfarrer Horst Neumann von der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche vor." Rüß habe Beyerhaus und Beck „Leuchttürme" und „wackere Streiter" für einen an Bibel und Bekenntnis orientierten Glauben genannt, so idea. Beyerhaus habe sich um eine neue Bekennende Kirche und die Sammlung der Christen verdient gemacht.

Der Missionswissenschaftler erhielt von theologisch konservativen Christen aus Südafrika eine Urkunde für „35 Jahre treuen Beistand im Verteidigen und Bewahren biblisch-apostolischen Glaubens". An dem Bekenntniskongress, der von der IKBG vom 8. bis 11. Oktober in Bad Gandersheim veranstaltet wurde, nahmen Repräsentanten verschiedener Konfessionen aus zwölf Ländern teil, darunter Anglikaner, Lutheraner, Katholiken und Orthodoxe.

Die IKBG versteht sich als eine Bewegung glaubenstreuer Christen, die sich gegen eine als "bedrohlich empfundene geistlich-theologische Verflachung, ideologische Politisierung und Synkretisierung" des Glaubens aussprechen.
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Freitag, 24. Juli 2009

Neue anglikanische Kirche gegründet



Nach der tiefen Krise in der anglikanischen Kirche ist es in Nordamerika zur Bildung einer neuen Kirche gekommen: der „Anglican Church in North America“ (ACNA). Die Gründungsversammlung fand vom 22. bis 25. Juni in Bedford/Texas statt, wobei auch eine Kirchenverfassung ratifiziert und ein Erzbischof eingesetzt wurden. Es ist der bisherige Bischof von Pittsburgh, Robert Duncan.



Die ACNA bildet ein Gegenstück zur US-amerikanischen Episkopal-Kirche, der ECUSA. Zerwürfnisse mit dieser hatte es schon seit längerem gegeben... Generell hatte der Anglikanismus auf lokaler, regionaler und globaler Ebene in den vergangenen Jahren unbiblische und anglikanischen Grundsätzen widersprechende Praktiken und Lehren angenommen...
Die Anglikanische Kirche in Nordamerika vereinigt um die 100 000 Kirchenmitglieder in 700 Gemeinden, eingeteilt in 28 Diözesen, in den USA und Kanada. Indem sie sich auf die klassischen Bekenntnisgrundlagen der anglikanischen Kirche stellt, das „Book of Common Prayer“ sowie die im Jahr 1563 aufgestellten 39 Artikel der Kirche von England stellt, versteht sich als Teil der „Einen Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche“ und sucht darin die Treue zur Heiligen Schrift wie auch eine schriftgemäße Christusnachfolge zu verwirklichen. „Wir sind Teil von etwas Großem“, betonte der neugewählte Erzbischof Duncan in seiner Ansprache bei der Gründungsversammlung in Bedford. „Gott ist dabei, nicht allein anglikanische Christen zusammenzuführen. Quer durch die Kirche wenden sich Menschen wieder der Autorität der Heiligen Schrift zu. Christen entdecken aufs neue die Schönheit, Weisheit und Gnade unserer 2 000 Jahre alten Tradition.“

Dienstag, 7. Juli 2009

Bildpräsentation des Rothenburger Berichtsbandes


Bild: Trinitäts-Fenster in der Londoner St. Etheldreda-Kirche

Für das Ende Juli 2009 erscheinende neue Buch "Das Geheimnis der Dreieinigkeit im Zeugnis der Kirche" hat der Tontechniker Peter Heinrich im Auftrag der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften einen sog. "Clip" , d. h. einen digitalen Kurzfilm, erstellt, der in gesprochem Text, in künstlerischen Illustrationen der Dreieinigkeit sowie in sakralen Gesängen als akustischen Hintergrund einen ersten Eindruck von dem Charakter dieses "bekenntnis-ökumenischen Handbuches vermitteln will.

Benutzer dieser Homepage können mit einem Mouse-Klick auf folgende Link

buchcliprev2.wmv

den Clip aktivieren, ihn sich auf ihrem Bildschirm ansehen und über den angeschlossenen Lautsprecher hören.

Der Clip kann auch auf den eigenen PC oder eine Diskette heruntergeladen und gespeichert werden (rechter Mausklick - "Ziel speichern unter...") .

Samstag, 4. April 2009

Bekennende Gemeinschaften warnen vor Obama

Keine Einführung eines amerikanischen Präsidenten hat solche Massen bewegt wie die von Barack Obama: Dabei war alles locker, unkonventionell mit vom Fernsehen gezeigten vielen Schwarzen und Latinos. Endlich war ein Afroamerikaner zum Präsidenten gewählt worden!


Bild: Barack Obama kurz nach seiner Wahl zum neuen US-Präsidenten

Bei Obamas Amtseinführung sprach am Lincoln-Denkmal der „bekennende“ homosexuelle Bischof V. Gene Robinson ein Gebet zum „Gott unter zahlreichen Verständnissen“. Dabei gab er seinem „Zorn“ Ausdruck über die „Diskriminierung von Flüchtlingen und Einwanderern, Frauen, Farbigen, Homosexuellen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen...“. Daneben sprach der evangelikale Baptistenpastor Rick Warren; den Segen erteilte der Methodistenpastor Joseph E. Lowery. Wo kommt Obama konfessionell eigentlich selber her? Beim „Nationalen Gebetsfrühstück“ am 5. Februar in Washington erklärte er: „Ich bin nicht in einem besonders religiösen Hause aufgewachsen. Ich hatte einen Vater, der – von Geburt Muslim – zum Atheisten wurde, Großeltern, die nicht-praktizierende Methodisten und Baptisten waren, und eine Mutter, die organisierter Religion skeptisch gegenüberstand.“ „Ursprünglich gehörte er in Chicago zur ‚Trinity Church‘ der reformierten ‚Vereinigten Kirche Christi‘. Nach Zerwürfnissen mit deren Pastor Jeremiah Wright hatte er sich von ihr getrennt. Amt 19. Februar betete er in einem ‚multireligiösen‘ Gottesdienst mit Vertretern christlicher Konfessionen, Muslimen, zwei Rabbinern und Hindus.
Der einstige afro-amerikanische Präsidentschaftskandidat Jesse Jackson erklärte, dass es nun „fundamentale Änderungen in der Außenpolitik der USA geben werde, einschließlich der Beendung der jahrzehntelangen Bevorzugung der Interessen Israels. Barack ist bereit, unsere Beziehungen zu der islamischen Welt zu reparieren, dank seines Hintergrundes und seiner ökumenischen Haltung weiß er – bei gleichzeitigem Festhalten an seinem eigenen Glauben – was Muslime fühlen.“
Schon kurz nach Obamas Vereidigung am 20. Januar kam es zu einer ethischen Politikwende: Erklärungen zu Abtreibung und Familienpolitik (Rechte von Homosexuellen etc.) wurden geändert. George W. Bush hatte sich für ein Verbot von Spätabtreibungen ausgesprochen und wollte das Grundsatzurteil, das Spätabtreibungen freigab, rückgängig machen. Obama setzt sich für die weitere Gültigkeit des Rechtes auf Abtreibung ein. Zugleich will er Organisationen, die Abtreibungen unterstützen, fördern. Ein „Gleichstellungsgesetz“ für Homosexuelle, Lesben, Bi- und Transsexuelle wurde angekündigt: „Homo-Ehen“ müssten dieselben Rechte bekommen wie die Ehe. Unterstützt wird Obama von seinem „geistlichen Berater“, dem homosexuellen anglikanischen Bischof Gene Robinson.
Es kann nicht ausbleiben, dass sich in den USA die Stimmen mehren, die in ihm einen „Messias“ sehen, der im Zeitalter des Globalismus multikulturell und multireligiös ein Glücksfall sein könnte. Dass Obama auf ihn gerichtete messianische Erwartung durchaus positiv aufnahm, ja sogar durch Massensuggestion weckte, geht u. a. aus folgendem Zitat aus einer seiner Wahlreden hervor: „Ein Licht wird von irgendwoher scheinen. Es wird Euch bescheinen, und Ihr werdet eine Epiphanie erleben, und Ihr werdet bei Euch sagen: ‚Ich muss für Barack stimmen!’ “
In manchen evangelikalen Zeitschriften der USA wird Obama als „Antichrist“ oder einer seiner Vorläufer bezeichnet. Bibel- und bekenntnistreue Christen werden jedenfalls Barack Obama sehr genau beobachten in dem, was er sagt und tut oder nicht tut.

Samstag, 4. April 2009

Missionswissenschaft soll mehr Gewicht bekommen

Das Fach Missionswissenschaft soll in der theologischen Ausbildung an evangelischen Fakultäten ein stärkeres Gewicht bekommen. Dafür plädierten Redner bei einer Akademischen Feier der Universität Tübingen am 2. Februar aus Anlass des 80. Geburtstags des international renommierten Ökumene-Experten Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen). Er hatte von 1966 bis 1997 den Lehrstuhl für Missionswissenschaft und Ökumenische Theologie inne. Nach seiner Emeritierung wurde das Fach in einen Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Judaistik umgewandelt. Versuche, Missionswissenschaft durch Blockseminare externer Dozenten abzudecken, wurden von den Studenten nicht angenommen. 2002 beauftragte die württembergische Kirchenleitung ihren Ökumene-Referenten Jürgen Quack, eigene Lehrveranstaltungen anzubieten. Der promovierte Theologe, der diese Aufgabe auch nach dem Eintritt in den Ruhestand im Januar 2007 wahrnimmt, darf aber keine Prüfungen abnehmen, so dass das Fach ein Schattendasein führt.

Das soll sich ändern, wie Oberkirchenrat Prof. Ulrich Heckel (Stuttgart) bei der Akademischen Feier berichtete. Die Kirchenleitung bedauere die damalige Entscheidung der Theologischen Fakultät, da der Bedarf an missionswissenschaftlicher Kenntnissen zunehme. Die Synode habe den Oberkirchenrat gebeten, sich für die Wiedereinrichtung eines missionswissenschaftlichen Lehrstuhls einzusetzen. Heckel dankte Beyerhaus dafür, dass er in Zeiten, als die EKD Mission noch als ein Reizwort empfand, nachdrücklich auf die Notwendigkeit zur weltweiten Verbreitung des christlichen Glaubens hingewiesen habe.


Bild: Übergabe missionswissenschaftlicher Neuerscheinungen aus der Feder von Prof. Beyerhaus an der Yonsei-Universität in Seoul / Korea im Nov. 2004.

Der Berliner Missionswissenschaftler Professor Dr. Dr. Heinrich Balz lobte in seinem Festvortrag über das Thema „Mission, Eschatologie und Geschichte in Württemberg“, dass Beyerhaus schon in seiner Doktorarbeit im Jahre 1956 sorgfältige Fallstudien über die Entwicklung der jungen Missionskirchen in Afrika und Asien vorgelegt habe.

Im Namen der Deutschen Gesellschaft für Missionswissenschaft forderte deren Vorstandsmitglied Prof. Johannes Triebel (Erlangen) die EKD auf, das Fach Missionswissenschaften in ihre Ausbildungsrichtlinien verbindlich aufzunehmen. Nicht nur Tübingen, sondern auch die Universitäten in Leipzig und Rostock hätten entsprechende Lehrstühle verloren. Ohne das Wissen, wie sich der christliche Glaube weltweit darstelle, drohe eine Provinzialisierung der Theologie. Auch für den pfarramtlichen Dienst in Deutschland sei eine qualifizierte Vorbereitung auf Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen unerlässlich. Beyerhaus bezeichnete es als Tragik, dass aus einem traditionsreichen Lehrstuhl ein „Leerstuhl“ geworden sei, der sich auf die Vermittlung religionsgeschichtlicher Fakten beschränken soll. Zur segensreichen Tübinger Tradition gehöre, nicht-christliche Religionen im Licht des Evangeliums zu interpretieren. Aufgrund seiner Kontakte zu Christen in der Dritten Welt wisse er zudem, dass überall zusätzliche Missionare gebraucht würden. Als Vertreter des Arbeitskreises für evangelikale Missiologie würdigte der Rektor der Akademie für Weltmission (Korntal bei Stuttgart), Traugott Hopp, dass Beyerhaus eine überzeugende biblische Begründung der Mission mit einem umfassenden Verständnis für ökumenische Weite zusammengebracht und in die evangelikale Diskussion eingebracht habe. Dies bestätigte auch die Direktorin des Deutschen Instituts für ärztliche Mission in Tübingen, Dr. med. Gisela Schneider. Bei ihrem Zusatzstudium an der Freien Hochschule für Mission (heute „Akademie für Weltmission“) habe sie von Beyerhaus gelernt, ihren ärztlichen Dienst in den Elendsgebieten Afrikas und Indiens als ganzheitliche Teilnahme an der Sendung Jesu Christi zu verstehen. Beyerhaus war von 1989 bis 1995 Rektor der Einrichtung.

So weit ein Bericht des idea-Redakteur Klaus-Peter Grasse vom 3. Febr. 2009. Zum Hintergrund der Debatte: Schon seit jeher haben Christen über Mission nachgedacht und auch eine Lehre der Mission entwickelt. Zu einer Wissenschaft wurde Mission in Deutschland erhoben, als Anfang des 19. Jahrhunderts an der Universität Tübingen der Professor für Praktische Theologie Johann Fr. v. Flatt (1759-1821) erstmalig Vorlesungen über die Mission hielt. Später regte Karl Graul, von 1814-1864 der erste Direktor der Leipziger Mission, an, systematisch Historie, Statistiken, Theorie und Methoden der Mission zu lehren. Seither begann "Missionswissenschaft" sich als Lehrfach in der theologischen Ausbildung einzubürgern. Die älteste missionswissenschaftliche Professur in Westdeutschland wurde 1928 in Tübingen begründet; diese hatten nacheinander 1928-41 Martin Schlunk, 1948-66 Gerhard Rosenkranz und 1966-97 Peter Beyerhaus inne.

 

80. Geburtstag des Institutsleiters

Ein bedeutsamer Tag zwischen Weihnachten und Ostern im Festkalender der Kirche ist der 2. Februar. An ihm wird seit dem 5. Jahrhundert, erstmalig in Jerusalem, das „Fest der Darstellung des Herrn" gefeiert, das auf das Lukas 2, 22-39 berichtete Ereignis zurückgeht. Und zwar wurde dieses Fest laut dem Zeugnis einer damaligen Pilgerin, was überraschen mag, „mit gleicher Freude wie Ostern begangen“.


Bild: Prof. Beyerhaus als Jubilar im Tübinger Theologicum.

Der Vortag dieses Festes in diesem Jahr war durch ein persönliches Jubiläum markiert, das einen Bezug zu diesem Fest hat, indem es heute weltweit als „Tag des geweihten Lebens“ begangen wird: Prof. Dr. Peter Beyerhaus DD beging am 1. Februar 2009 seinen 80. Geburtstag. Denn als ein führender Missionswissenschaftler der Gegenwart, Gründer der Konferenz Bekennender Gemeinschaften und dann Präsident von deren Theologischem Konvent, Leiter des "Instituts Diakrisis" und langjähriger Vorsitzender der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften hat er sein Leben mit allen seinen Kräften Gott und Gottes in der biblischen Heilsgeschichte geoffenbartem Willen für diese Welt geweiht.

Ein Zentralanliegen in der Theologie von Prof. Beyerhaus ist die aus einem glaubenden Herzen hervorgehende Verherrlichung Gottes. Für die ungebrochene Erhaltung seiner Schaffenskraft über all die Jahrzehnte hinweg und das, was er als Berufener des Herrn an vielen Orten und in vielerlei Zusammenhängen wirken konnte, gibt er Gott die Ehre. So stand es über seiner Einladung zur zentralen Geburtstagsfeier im Tübinger Albrecht-Bengel-Haus wie ein Motto geschrieben: „Lob, Ehr und Preis sei Gott, / dem Vater und dem Sohne / und dem, der beiden gleich / im höchsten Himmelsthrone!“


Bild: Bei der Feier im Bengel-Haus. Vorn der Jubilar und seine Gattin.

Mit diesen Worten aus dem Lied: „Nun danket alle Gott...“ ist zugleich der Rahmen abgesteckt, in dem sich der Dienst des Jubilars in den letzten Jahren vollzogen hat: im biblisch-theologischen Denk- und Beziehungsrahmen der Dreifaltigkeit des Einen, wahren Gottes. Es ist dem wachen und konsequenten Einsatz von Prof. Beyerhaus zu verdanken, dass das von der Internationalen Bekenntnisgemeinschaft verfolgte Ziel des Aufbaus einer christozentrischen Bekenntnisökumene durch eine bewusste Verankerung in der Botschaft von der göttlichen Trinität seine erforderliche Tiefendimension gewinnt.

Und so war denn auch die biblische Ansprache bei der Geburtstagsfeier im Albrecht-Bengel-Haus, gehalten durch Prof. Dr. Gerhard Maier, dem zweiten Rektor dieser studienbegleitenden und -ergänzenden Einrichtung und zuletzt Bischof der Württembergischen Landeskirche, eine Entfaltung des apostolischen Segenswunsches in II. Korinther 13,13: „Die Gnade unsers Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ Eine wichtige Einzelheit aus der Ansprache: Prof. Maier bemerkte, wie gerade Paulus, der ein jüdischer Gelehrter und also im Ein-Gott-Glauben beheimatet war, eine solche Freude an trinitarischem Glauben hatte.

Während der Geburtstagsfeier wurde durch Dozent Dr. Werner Neuer auch das aus der Besinnungstagung in Rothenburg o.d.T. hervorgegangene und nun bald erscheinende Handbuch: „Das Geheimnis der Dreieinigkeit im Zeugnis der Kirche” vorgestellt. Der trinitarische Gedanke war auch in das äthiopische Prozessionskreuz hineingestaltet, das dem Jubilar überreicht wurde. Und einer Förderung trinitarischen Christseins diente die den Schluss der Feier bildende, sehr beeindruckende Video-Präsentation der berühmten Dreifaltigkeitsikone Andrej Rubljows.


Bild: Bei der Akademischen Feier im Theologicum der Universität.

Die zentrale Feier im Albrecht-Bengel-Haus am eigentlichen Ehrentag wurde gefolgt von der Akademischen Feier am 2. Februar im Theologicum der Universität. Bei allen Geburtstagsfeierlichkeiten war dies zu spüren: Der 80. Geburtstag des Institutsleiters – das ist ein Ereignis wie ein Fingerzeig zu Gott. Und es sprengt den rein individuellen Rahmen seines Lebens und weist hinüber in das Leben anderer, die durch seines gesegnet wurden und ihrerseits zu Segensträgern gesetzt sind. Der biblische Begriff für ein solches Geschehen ist anvertraute und verpflichtende „Haushalterschaft“. Möge sich über dem Geburtstag von Prof. Beyerhaus deshalb, wie an ihm, so auch an uns Mitfeiernden und Gratulanten das Wort des Apostels Paulus in I. Korinther 4,1 und 2 erfüllen: „Dafür halte uns jedermann: für Christi Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse. Nun sucht man nicht mehr an den Haushaltern, als dass sie treu erfunden werden.“

Dorothea R. Killus

Samstag, 17. Januar 2009

USA Freedom of Choice Act

Ein Gesetz über die Freiheit der Wahl (FOCA) soll in USA in Kraft treten, wenn der Kongress am 21./22.01.2009 zustimmt. FOCA ist ein weiteres krankes Kapitel in der Geschichte der Abtreibung. Wenn das Gesetz angenommen wird, dann werden alle Einschränkungen bezüglich der Abtreibung aufgehoben:

1) Alle Krankenhäuser, inklusiv der katholischen, werden gezwungen, die Abtreibung auf den Wunsch des Klienten hin durchzuführen. Die Bischöfe müssen dann alle katholischen Krankenhäuser schließen – und das sind in U.S.A. ca. 30 % aller Krankenhäuser.
2) Abtreibung während der Geburt wird legal sein und ohne irgendwelche Einschränkungen.
3) Die Steuerzahler werden die Abtreibung bezahlen.
4) Ein Informieren der Eltern über die Abtreibung der Tochter wird nicht erforderlich sein.
5) Die Zahl der Abtreibungen in U.S.A. wird jährlich um wenigstens 100.000 steigen.
6) Und am schlimmsten ist dabei, dass die FOCA an die staatliche Gewalt (Regierung) die Kontrolle über die Schwangerschaften der Frauen übergeben würde.

(Der vollständige Text kann hier heruntergeladen werden) (pdf - 48 KB)


Dienstag, 23. Dezember 2008

Bekennende Gemeinschaften veröffentlichen neues trinitarisches Glaubensdokument

Gomaringen 21. 12. 2008 Zum Weihnachtsfest hat die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften eine „Trinitarische Bekenntniserklärung“ veröffentlicht. Sie begründet den Erscheinungstermin mit dem Hinweis darauf, dass Christi jungfräuliche Geburt ein heilsgeschichtliches Ereignis darstellt, an dem alle drei Personen der göttlichen Dreieinigkeit. Vater, Sohn und Heiliger Geist beteiligt waren.
Das Dokument wurde auf einer Klausurtagung zu Beginn der Adventszeit in Gomaringen verabschiedet. Es stellt eine prägnante und allgemeinverständliche Zusammenfassung der wesentlich ausführlicheren Rothenburger Denkschrift „Unser trinitarischer Glaube“ dar, die als Sonder-ausgabe der Zeitschrift DIAKRISIS im August d. J. erschien. Wie diese soll das 8-seitige Falt-blatt einen Beitrag zur Neubesinnung auf das „von vielen Christen kaum mehr verstandene“ alt-kirchliche Bekenntnis zu Gott dem Dreieinen leisten: Es ist für weite Verbreitung bestimmt und eignet sich zum Gebrauch im Religions- und Konfirmandenunterricht, in der Männer-, Frauen- und Jugendarbeit der Gemeinden sowie in Hausbibelkreisen.

Die Erklärung kann in beliebiger Menge (auf Spendenbasis) bezogen werden vom

Institut Diakrisis, Schulstr. 1,
D-72810 Gomaringen,
Fax 07072-92 03 44,
E-Mail: Institut-Diakrisis@t-online.de


Der vollständige Text kann hier heruntergeladen werden


Im März soll dann als dritte und umfassendste literarische Frucht der im Mai 2008 in Rothenburg o.d. T. stattgefundenen Geistlich-theologischen Besinnungstagung der Berichts-band „Das trinitarische Geheimnis im Zeugnis und Lobpreis der Kirche Jesu Christi“ im Verlag für Theologie und Religionswissenschaft in Nürnberg erscheinen.


Bild: Trinitarische Darstellung der Christgeburt von Andreas Giltinger (1522)

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Bekennende Anglikaner sammeln sich weltweit

Vom 22. bis 29. Juni 2008 fand in Jerusalem die Globale Anglikanische Zukunfts-Konferenz (GAFCON) statt. Diese verstand sich als „eine geistliche Bewegung zur Bewahrung und Förderung der Wahrheit und Kraft des Evangeliums von der Erlösung in Jesus Christus, wie die Anglikaner es in ihrer über 1500 jährigen Missions- und Kirchengeschichte empfangen haben“. Die Bewegung ist global: Sie hat Anglikaner aus der ganzen Welt mobilisiert. Die Teilnehmer, 1148 Laien und Ordinierte, darunter 291 Bischöfe, repräsentierten Millionen glaubenstreuer anglikanischer – in ihrer Mehrheit evangelikaler, aber auch anglokatholischer – Christen. Sie hegen eine hoh, und beabsichtigen nicht, sie zu verlassen. Jedoch halten sie eine tiefgreifend Erneuerung in Abwehr eingebrochener Irrtümer und Mißstände für dringend erforderlich. Ihre geistlich-theologischen Beschwernisse und Zielsetzungen formulierten sie in ihrer zum Abschluß verabschiedeten „Jerusalem-Erklärung“.

Wir dokumentieren diese sowohl in ihrer deutschen Übersetzung wie auch in ihrem englischen Original in der englischsprachigen Abteilung.

deutsche Übersetzung (pdf - 38 KB)




Bild: Blick in die Teilnehmerschaft der Konferenz in Jerusalem


Bild: Abendmahlsfeier zum Abschluss der GAFCON; Zelebrant: Erzbischof V. Mokiwa von Tansania


Bild: Verlesung der Erklärung durch den ugandischen Bischof Henry L. Orombi

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Rothenburger Denkschrift jetzt auch in englischer Sprache

Die Rothenburger Denkschrift „Unser Trinitarischer Glaube“, ist im August d. J. als mit zahlreichen Gemälden illustrierte Sonderausgabe der Zeitschrift DIAKRISIS veröffentlicht worden und auch auf dieser Homepage abrufbar. Sie hat ein beachtliches positives Echo von Christen gefunden , darunter auch Bischöfen beider Konfessionen. Dieser Tage wurde nun auch die englische Übersetzung fertig gestellt und kann in der englischsprachigen Abteilung dieser Homepage aufgerufen und heruntergeladen werden.

Montag, 1. September 2008

Denkschrift über die Dreieinigkeit Gottes erschienen

Als Sonderausgabe ihrer Zeitschrift DIAKRISIS hat die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften soeben die im Mai d. J. verabschiedete und seither noch weiter vertiefte Rothenburger Denkschrift „Unser trinitarischer Glaube“ veröffentlicht.
In ihr wird das Bekenntnis zu dem Dreieinigen und Dreifaltigen Gott biblisch und dogmatisch begründet, seine umstrittene Entstehungs- und Wirkungsgeschichte dargestellt und seine Bedeutung für die Existenz des einzelnen Christen sowie für die verschiedenen pastoralen und missionarischen Aufgaben von Kirche und Gemeinde entfaltet. Ein besonderer Nachdruck wird auf den Dialog mit den monotheistischen Religionen Judentum und Islam gelegt.

Nach Einschätzung der Herausgeber handelt es sich hier um die theologisch gewichtigste Erklärung, welche die IKBG in ihrer 30jährigen Geschichte herausgebracht hat. Zwölf bekannte Universitäts-Professoren und Hochschuldozenten sowie zahlreiche andere bekennende Christen aus den drei großen Konfessionen haben daran mitgearbeitet und damit ein ökumenisch konsensfähiges Dokument erstellt. Das wird dadurch unterstrichen, dass vier hochrangige Vertreter der Kirchen und des Pietismus dem Büchlein Geleitworte vorangestellt haben: das Oberhaupt der Griechisch-orthodoxen Kirche in Westeuropa, Metropolit Augoustinos (Bonn), der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otto July, der Präses des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes Dr. Christoph Morgner und der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner.

Das ästhetisch sorgfältig gestaltete 64seitige Heft ist mit 16 klassischen Darstellungen der Trinität aus verschiedenen kirchlichen Epochen und Kulturen farbig illustriert. Die Denkschrift ist bestimmt für den Gebrauch als Lehrgrundlage für den Unterricht an theologischen Fakultäten und Seminaren sowie als Studientext zur Vertiefung des Glaubensverständnisses von einzelnen Christen.

Es kann für € 2,00 bezogen werden beim

Institut Diakrisis, Schulstr. 1,
D-72810 Gomaringen,
Fax 07072-92 03 44,
E-Mail: Institut-Diakrisis@t-online.de



Freitag, 30. Mai 2008

Vollständiger Text der Rothenburger Denkschrift „Unser trinitarischer Glaube“ jetzt auf Homepage abrufbar.



Nach einer dreiwöchigen spannenden Redaktionsarbeit an der Vorlage für eine trinitätstheologischen Erklärung, welche die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften am 7. Mai d. J. in Rothenburg o. d. T. einmütig verabschiedete, liegt der offizielle Text jetzt endgültig vor


Bild: Die berühmte Dreifaltigkeits-Ikone des russisch-orthodoxen Malers Andrej Rubljev (1360-1439)

und kann hier heruntergeladen werden. (pdf - 431 KB)


Das 45seitige Dokument trägt den Namen:
„Unser trinitarischer Glaube – Neubesinnung auf ein Leben aus der Gnadenfülle des Dreieinigen Gottes“.


Wir freuen uns, einer breiten Öffentlichkeit damit eine geistliche Handreichung übergeben zu können, auf die vielleicht schon viele gewartet haben. Sie setzt bei Bekanntem ein und führt von da aus in die Tiefe und Weite. Sie scheut sich nicht, auch schwierige Themen anzugehen, und hat doch bei alledem das ganz praktische Leben von Christen und Gemeinden im Blick.
Nach Einschätzung der Leitung der IKBG stellt diese Handreichung die theologisch gewichtigste, Erklärung dar, welche sie in ihrer 30jährigen Geschichte veröffentlich hat.

- In einer auch dem gebildeten Nichttheologen verständlichen Sprache gibt das Dokument eine Einführung in die kirchliche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes.
- Sodann zeigt es auf, wie der trinitarische Glaube eine Quelle geistlicher Kraft bildet, die viele noch kaum erschlossen haben, für welche die Anrufung des dreifaltigen Gottes bisher kaum mehr als eine ehrwürdige liturgische Formel war.
- Das Dokument bietet gezielte Argumentationshilfen im Nebel des religiösen Meinungspluralismus über das Wesen des christlichen Gottesglaubens im Unterschied zu sonstigen Gottesvorstellungen – z. B. der des Islam – , und ermutigt zu unerschrockenem Zeugendienst.
- Auch als Unterrichtstext für Theologische Seminare und Bibelschulen eignet sie sich gut..
- An dem Dokument haben zahlreiche evangelische, katholische und orthodoxe Gelehrte und kirchlich Verantwortliche mitgearbeitet. Ihre Einigung bildet eine beachtenswerte gemeinsame Basis für eine „Christozentrische Bekenntnis-Ökumene“

Im Druck wird die Erklärung voraussichtlich Anfang September d. J. als Sonderausgabe der Zeitschrift DIAKRISIS erscheinen. Schon jetzt und kann sie vorbestellt werden beim
Institut Diakrisis, Schulstr. 1,
D-72810 Gomaringen,
Fax 07072-92 03 44,
E-Mail: Institut-Diakrisis@t-online.de
(Preis € 2,50 – Mengenrabatt).

Montag, 19. Mai 2008

Ökumenische Einigung im Glauben an den dreifaltigen Gott

Tagung in Rothenburg o.d.Tauber verabschiedete eine „Trinitarische Bekenntnis-Erklärung“ / Von Peter Christoph Düren

Rothenburg o.d.Tauber. Unter dem Titel „Leben aus der Gnadenfülle des Dreieinigen Gottes“ kamen in der Evangelischen Tagungsstätte „Wild-bad“ in Rothenburg ob der Tauber zahlreiche Theologen verschiedener christlicher Konfessionen zu einer mehrtägigen ökumenischen Tagung der evangelischen „Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften“ zusammen, um gemeinsam unter der Federführung des evangelischen Missionstheologen Peter Beyerhaus das Trinitätsgeheimnis zu reflektieren. „In einer Zeit, in der für manche die Ökumene ins Stocken geraten ist und an Schwung verloren hat, ist es gut, sich auf die zentralen Antriebskräfte und Grundlagen zu besinnen und sich ihrer neu zu vergewissern“, so der Tübinger Theologe in seiner Eröffnungsansprache. Beyerhaus nannte fünf Gründe für die Wahl des Themas: erstens sei es wichtig, sich im Blick auf die angestrebte „christozentrische Bekenntnis-Ökumene“ des Trinitätsglaubens zu versichern. Zweitens sei man gewahr geworden, dass man mit diesem Thema als Bekennende Gemeinschaften theologisches Neuland betrete, das noch nie eigens bearbeitet worden sei. Drittens fordere die Auseinandersetzung mit dem Islam eine Reflexion des eigenen trinitarischen Glaubens. Viertens gehe es darum, bei den Mitchristen und sich selbst „das Bekenntnis zur Dreieinigkeit und Dreifaltigkeit Gottes aus den Köpfen in die Herzen zu bringen“. Fünftens solle die trinitarische Thema-tik besonders den Predigern, Missionaren und Katecheten Anstöße geben, ihre Verkündigung und ihren Unterricht von der Dreifaltigkeit des Glau-bens her bestimmen zu lassen.

(Der vollständige Text kann hier heruntergeladen werden) (pdf - 30 KB)


Donnerstag, 17. April 2008

Drei Islam-Erklärungen der Bekennenden Gemeinschaften wieder lieferbar

Aufgrund zahlreicher Nachfragen sind drei biblisch-theologische Orientierungshilfen zum Verhältnis von Christentum und Islam nachgedruckt worden und sind ab sofort wieder lieferbar:

1. Christliches Bekenntnis und biblischer Auftrag angesichts des Islam, 8 Seiten
2. Juden, Christen und Muslime – vereint für den Frieden? – Der Nahostkonflikt in biblisch-heilsgeschichtlicher Sicht. 10 Seiten
3. Zum Brief von 138 muslimischen Gelehrten an Papst Benedikt und die ganze Christenheit. Erläuterung für christliche Leser. 8 Seiten

Diese drei Dokumente können als Faltblätter im A 4-Format in jeder gewünschten Menge (auf Spendenbasis) bestellt werden beim

Institut Diakrisis, Schulstr. 1; D-72810 Gomaringen.
Fax: 07072-92 03 44 – E-Mail: Institut-Diakrisis@t-online.de


Dienstag, 26. Februar 2008

Bekennende Gemeinschaften nehmen Stellung zu Offenem Brief von 138 muslimischen Gelehrten

Am 13. Oktober schrieben 138 führende islamische Gelehrte einen Aufsehen erregenden Brief an Papst Benedikt XVI., hochrangige Repräsentanten anderer Kirchen sowie "die ganze Christenheit", in dem sie zu einem interreligiösen Dialog einluden. Weil die beiden Religionsgemeinschaften mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung umfassen, hänge der bedrohte Weltfrieden von dem Frieden zwischen diesen beiden Glaubensgemeinschaften ab. Grundlage einen solchen Zusammenarbeit könne das von allen drei monotheistischen Offenbarungsreligionen bezeugte Doppelgebot der Liebe bilden. Nachdem dieses Schreibens eine sehr geteilte Aufnahme gefunden hat, beschloss die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften, durch eine Orientierungshilfe zu verunsicherten Christen zu helfen, die Hintergründe und wahren Zielsetzungen des muslimischen Schreibens zu erkennen. Wir dokumentieren die "Erläuterung" in vollem Wortlaut.

Zum Brief von 138 muslimischen Gelehrten an die Christenheit (pdf - 61 KB)


Dienstag, 11. Dezember 2007

Buchbesprechung für ideaSpektrum

Weltweite Gemeinschaft im Leiden für Christus. Im Auftrag der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften hg. v. Peter P. J. Beyerhaus. Hardcover-Bindung, 210 S. € 9,80. Best.-Nr. 860.559 – ISBN 978-3-937965-59-8. Erhältlich in jeder Buchhandlung oder direkt beim Verlag: VTR Gogolstr. 33 – D-90475 Nürnberg

Rechtzeitig zum Beginn der Adventszeit erschien soeben der mit Spannung erwartete illustrierte Berichtsband über den 8. Europäischen Bekenntnis-Kongress in Bad Blankenburg 2006, der unter dem herausfordernden Thema stand: „Leiden für Christus – gestern – heute – morgen“. – Schon im Vorfeld hatte er große Aufmerksamkeit gefunden, was in zahlreichen Grußworten leitender Repräsentanten evangelischer Kirchen und Freikirchen sowie der Katholischen und der Griechisch-Orthodoxen Kirche zum Ausdruck kam; einige von ihnen wirkten selber beim Kongress mit. Veranstalter war die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Zusammenarbeit mit 7 für Verfolgte Christen arbeitenden Hilfswerken. Diese trugen in Bad Blankenburg anschauliche und tief bewegende Zeugnisse von Märtyrern unserer Tage in Wort und Bild vor. Die 140 Teilnehmer kamen aus mehreren europäischen und überseeischen Ländern.
Der Titel des illustrierten und reichhaltigen Berichtsbandes macht darauf aufmerksam, dass es über konfessionelle, geographische und auch zeitliche Grenzen hinweg eine in Christus gegründete geistliche Verbundenheit all derer gibt, die für ihr Bekenntnis zur Wahrheit des Evangeliums Bedrängnisse und Verfolgungen erdulden. Die Zeichen der Zeit deuten darauf hin, daß angesichts einer sich öffentlich ausbreitenden Gottesfeindschaft der Tag naht, an dem auch glaubenstreue Christen und Kirchen in Europa zu ihnen gehören werden. In Vorträgen und Predigten wurde in Bad Blankenburg eine Theologie des Martyriums mit dem Ziel entwickelt, die Gläubigen in unsern Ländern darauf vorzubereiten. Trostvoll wirkte auf uns Teilnehmer dabei die biblische Erkenntnis, dass Jesu Ruf in seine Kreuzesnachfolge nicht etwa Furcht einflößen, sondern vielmehr zu einer beglückenden geistlichen Erfahrung einladen will!
Diese Botschaft von Bad Blankenburg in einer Fülle breit gefächerter und tief schürfender Vorträge, Bibelarbeiten, Berichte, persönlichen Zeugnissen sowie wichtigen Informationen über Hilfsaktionen für die Verfolgten weiterzugeben ist das Ziel des mit liebevoller Sorgfalt erstellten und solide eingebundenen Buches. Es eignet sich vorzüglich als wertvolles und doch preiswertes Weihnachtsgeschenk an geistig aufgeschlossene Freunde und Verwandte.

Siehe die Illustrationen in der Bilder-Rubrik


Heinrich Herrmanns, Memmingen
Landesbischof i. R.

"Flyer - Weltweite Gemeinschaft im Leiden für Christus" lesen/herunterladen (pdf)



Peter P. J. Beyerhaus: Weltweite Gemeinschaft im Leiden für Christus


Donnerstag, 5. April 2007

Pastorale Denkschrift in englischer Sprache


Die vom 8. Europäischen Bekenntnis-Kongreß, der vom 15. bis 18. Oktober 2006 in Bad Blankenburg tagte, verabschiedete 26 seitige "Pastorale Denkschrift - Bereitsein zum Leiden für Christus" sowie deren 4 seitige Kurzfassung, der "Blankenburger Aufruf" sind ins Englische übersetzt worden.
Beide können in der englischen Rubrik dieser Homepage aufgerufen und heruntergeladen werden.

Vom "Blankenburger Aufruf" gibt es auch eine schwedische Übersetzung, die bezogen werden kann vom

Institut Diakrisis
Schulstraße 1
D-72810 Gomaringen
Fax: 07072-92 03 44

Starke Beachtung hat der Blankenburger Aufruf beim Außenamt der Russisch-Orthodoxen Kirche in Moskau gefunden. Von hier kam die Anregung, noch in diesem Sommer 2007 ein gemeinsames Seminar zu veranstalten, zu dem kirchliche Repräsentanten aus dem Ostseeraum eingeladen werden sollen.


Freitag, 10. November 2006

Dokumente zum "8. Europäischen / 2. Ökumenische Bekenntniskongresses"

Erstunterzeichner der Pastoralen Denkschrift (pdf - 17 KB)

Blankenburger Aufruf - Bereitsein zum Leiden für Christus (pdf - 137 KB)

Eine Pastorale Denkschrift - Bereitsein zum Leiden für Christus (pdf - 168 KB)

Biblischer Vortrag von Peter Beyerhaus - Gemeinde Jesu im Schatten des kommenden Antichristen (pdf - 98 KB)


Freitag, 10. November 2006

Bad Blankenburger Kongreß ermutigt bekennende Christen, für ihren Glauben zu leiden

Der 8. Europäische = 2. Ökumenische Bekenntnis-Kongreß, der vom 15. bis 18. Oktober 2006 in Bad Blankenburg / Thüringen tagte, verabschiedete zwei Dokumente, durch die die Gemeinde Jesu Christi zur Solidarität mit ihren in vielen Ländern leidenden Mitchristen aufgerufen wird, dazu ermutigt wird, sich für Religionsfreiheit einzusetzen, und selbst für künftiges Leiden zugerüstet werden soll.

Die Verabschiedung geschah – bei 120 Ja-Stimmen, 5 Enthaltungen und 1 Gegenstimme - mit überwältigender Einmütigkeit. Verabschiedet wurde zum einen ein kurzer, 4-seitiger „Blankenburger Aufruf“, und zum anderen eine 28seitige „Pastorale Denkschrift“, die nach ihrer abschließenden Bearbeitung jetzt in Druck geht. Dabei erscheint der Aufruf in Form eines Faltblatts, das gegen eine Spende beim ‚Institut Diakrisis’ bestellt werden kann. Die Denkschrift erscheint als weihnachtliche Sondernummer der Zeitschrift ‚DIAKRISIS’ und kann ebenfalls beim ‚Institut Diakrisis’ zu dem günstigen Preis von nominellen 50 Cent pro Exemplar bestellt werden.^

An dem – ob seiner Thematik sehr ernsten wie im Blick auf den Kongreßablauf zugleich sehr gelungenen – Kongreß nahmen insgesamt um die 140 Christen aus über 12 Ländern sowie Repräsentanten verschiedener Kirchen und Konfessionen teil. Schon im Vorfeld erreichte die Kongreßleitung Grußworte von einer ganzen Reihe kirchlicher Verantwortungsträger, darunter der Kardinäle Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, und Georg Sterzinsky, Erzbischof von Berlin, sowie der beiden Präsidenten der Deutschen Evangelischen Allianz, Peter Strauch und Dr. Christoph Morgner. Papst Benedikt ließ durch die Apostolische Nuntiatur in Berlin grüßen und erbat allen Teilnehmern Gottes reichen Segen für einen fruchtbaren Verlauf des Kongresses.

Die Veranstaltung hat in der in- und ausländischen Presse starke Beachtung gefunden. Hervorgehoben wurde das hohe Niveau der in Bad Blankenburg gehaltenen Referate und sonstigen Beiträge sowie die Feier zweier Sakramentsgottesdienste und eines ökumenischen Wortgottesdienstes in den beiden Stadtkirchen des den Kongreß beherbergenden Kurortes.

Alle Veranstaltungen – bis auf einige Sektonssitzungen – sind durch den Christlichen Audiodienst mit Sitz in Lemgo aufgenommen worden und bei ihm in Form von Kassetten oder CDs bestellbar. Die gehaltenen Referate werden nacheinander in diese Webseite gestellt. Schon jetzt herunterladbar ist der am letzten Kongreßtag durch Prof. Dr. Peter Beyerhaus DD gehaltene Biblische Vortrag „Gemeinde Jesu im Schatten des kommenden Antichristen“.In diesem wird das Martyrium von Christen in einer heilsgeschichtlich-eschatologischen Perspektive dargestellt.

Zu einem reichen Kongreßerleben trugen – neben den Gottesdiensten und Andachten, den Referaten, Podiumsgesprächen und Arbeitsgruppen – im übrigen auch zwei Exkursionen, unter der kundigen Führung von Pfr. Reinhard Holmer, dem Leiter des Evangelischen Allianzhauses in Bad Blankenburg, zu reformationsgeschichtlich bedeutsamen Orten bei: ins sächsische Orlamünde, der Wirkungsstätte 1522-24 des Doktorvaters von Luther und Führers der Wittenberger Bewegung, Andreas Bodenstein, genannt Karlstadt, dessen einstige Kirchengemeinde noch heute biblisch geprägt ist, und nach Erfurt, wo Martin Luther mit seinem Eintritt ins Augustiner-Kloster 1505 den Weg zu seiner bahnbrechenden reformatorischen Erkenntnis aufgrund von Röm 1,17: „Der Gerechte wird aus dem Glauben leben“ angetreten hat. Im April 1994 hatte hier die Jubiläumstagung des Theologischen Konvents Bekennender Gemeinschaften stattgefunden.

In Aufnahme des in Bad Blankenburg durch die Teilnehmerschaft des Kongresses geäußerten Wunsches nach einer Fortsetzung der Arbeit eröffnete sich schon bald nach dem Ereignis die Aussicht auf eine Tagung wiederum im bekenntnis-ökumenischen Rahmen, diesmal gestaltet als eine geistlich-theologische Besinnungstagung. Sie soll vom 5. bis 7. Mai 2008 in Rothenburg o. d. T.in der Evangelischen Tagungsstätte Wildbad stattfinden und unter dem Thema stehen: „Leben aus der Gnadenfülle des Dreieinigen Gottes“.


Mittwoch, 19. Juli 2006

"Unter der Überschrift “Eine Kirche – drei Konfessionen” hat Prof. Dr.Peter P. J. Beyerhaus, D.D., emeritierter Ordinarius für Missionswissenschaft und ökumenische Theologie an der Universität Tübingen, in einem in Heft 4/2005 erschienenen Aufsatz einen ökumenischen Entwurf vorgelegt, in welchem er die Eigenart der drei historischen Konfessionen, der Evangelischen, Katholischen und Orthodoxen, und deren gegenseitige Ergänzungs- und Korrekturbedürftigkeit in einer Gesamtschau zusammenzufassen sucht. Er macht dabei von der Typologie Gebrauch, mit welcher der russische Religionsphilosophe Wladimir Solowjew in seiner 1899 erschienenen “Kurzen Erzählung vom Antichrist” die drei Säulenapostel Petrus, Johannes und Paulus je einer der drei Konfessionenen archetypisch zuordnete.”

Eigenart und Gemeinsamkeit im Wesen der 3 Konfessionen (pdf - 39 KB)


Mittwoch, 14. Juni 2006

Leiden für Christus - gestern - heute - morgen

"Einladungsprogramm mit dem Anmeldeformular für den 8. Europäischen Bekenntnis-Kongreß, vom 15. - 18. Oktober im Evangelischen Allianzhaus, Bad Blankenburg/Thüringen (pdf - 500 KB)


Mittwoch, 15. März 2006

Prof. Dr.-Ing. Dr.theol. Horst W. Beck

"Leserbrief zum Thema des Tages (10.03.06 ).
"Evolution und Schöpfung" - Es geht ohne Gott



Donnerstag, 16. Februar 2006

Ecumenicity in Christ A challenge to faithful Christians
For joining in reflection, prayer and action


Mittwoch, 16. Februar 2005

Ab sofort finden Sie hier eine Liste von Predigten von Prof. Beyerhaus (pdf)und können bei Interesse auch einzelne Predigten bestellen.

Donnerstag, 10. Februar 2005

Dokumentation zur umstrittenen ersten Bischofsweihe in Schweden